Bestattet unter Bäumen

Anfang April 2016 entschieden sich die Mitglieder des Tholeyer Gemeinderates einstimmig zugunsten eines FriedWaldes auf dem Hofgut Imsbach Lapointe.

 

Nun ist der Wald rund um das Hofgut Imsbach für diese alternative Bestattungsform freigegeben. Das Genehmigungsverfahren zur Anerkennung des Projektes kann beginnen. Das Verfahren wird voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2018 abgeschlossen sein. 

 

Die drei Flächen mit denen das Projekt starten soll, stehen im Besitz des Landes (Saarforst Landesbetrieb), der Gemeinde Tholey und der Naturlandstiftung.

Über die Imsbachpromenade ist das ganze Areal des Hofgutes gut zu erwandern.

Über die Imsbachpromenade ist das ganze Areal des Hofgutes gut zu erwandern.

Hintergrund

Die Marke FriedWald ist eine alternative Bestattungsform. Die Asche Verstorbener ruht in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln eines Baumes, der in einem als FriedWald ausgewiesenen Wald steht. Offen ist die Bestattungsart für jeden, ganz gleich ob konfessionslos oder nicht.

 

2000 wurde das Unternehmen FriedWald gegründet. Heute gibt es nach eigenen Angaben der Friedwald GmbH 57 Standorten in Deutschland, an denen seither rund 80.000 Menschen an den Wurzeln eines Baumes ihre letzte Ruhe fanden.

 

Das Unternehmen übernimmt die terminliche und verwaltungstechnische Betreuung der Wälder und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit. Im Trauerfall unterstützt FriedWald die Angehörigen bei der Organisation der Beisetzung.

 

www.friedwald.de

Das Hofgut ist ein geeigneter Ort für den FriedWald

 

Seit 2007 belebt die Stiftung auf dem Hofgut den historischen Landschaftspark im Stile des 19. Jahrhunderts wird. Die Umgestaltung der Flächen in einen Landschaftspark orientiert sich an den Vorstellungen der Ferme ornée: Schönes mit Nützlichem verbinden.

Zu den Maßnahmen, die die Stiftung auf dem Gutshof umsetzt, gehören im Hinblick auf das neuste Vorhaben auch das Pflanzen von Bäumen, das Anlegen und Freistellen von bereits vorhandenen Alleen (diese könnten in Zukunft ebenfalls Teil des FriedWaldes werden) oder etwa der Umbau monotoner Nadelholzbestände in standortgerechte Laubmischwälder.

 

Die 1904 erbaute, historische Gutskapelle, die als Grabstätte der Familie Lapointe erbaut wurde, soll als Andachtsplatz dienen. Zwar wurde die Kapelle profaniert, kann jedoch als Ausgangsort für Trauerfeiern genutzt werden.

Im Hintergrund die historische Gutskapelle mit Narzissenwiese

Im Hintergrund die historische Gutskapelle mit Narzissenwiese

Kommunen, Forstverwaltungen und das Unternehmen FriedWald kooperieren

 

Die genehmigten FriedWald-Standorte werden von den jeweiligen Kommunen getragen, die Waldpflege übernehmen die zuständigen Forstverwaltungen. Außerdem betreuen die verantwortlichen Förster in Zusammenarbeit mit der FriedWald GmbH die Interessenten vor Ort.

So geschieht es auch bereits in Saarbrücken. Dort wurde 2005 ein rund 19 Hektar großes Gebiet mitten im Urwald vor den Toren der Stadt als FriedWald ausgewiesen, der erfolgreich vom Saarforst Landesbetrieb betreut wird.